MAIOR 2015

geschrieben von  Donnerstag, 23 April 2015 00:00

Seit über 10 Jahren ist der Saisonauftakt der deutschen J80 Klasse die MAIOR vor Kiel. Trotz anstehender WM wird der Melderekord mit 21 Teilnehmern aus 2014 in diesem Jahr nicht verbessert. Aber mit immerhin 17 Booten startet die J80 einmal mehr als zahlenmäßig stärkste Klasse.

Zum Feiertag geht der Wind den 1. Mai sehr bedächtig an. Die thermische Windmaschine der Strander Bucht springt zwar später noch an, aber die Wettfahrtleitung entscheidet bereits gegen 14:00, dass am ersten Tag nicht gesegelt werden kann. Glücklich wer sich auf seinem Revier so was leisten kann.

Am 2. Tag ist der Wind zwar zwischenzeitlich schwächer als am Nachmittag des Vortages aber Dank gewissenhafter Planerfüllung startet pünktlich um 11 Uhr die erste Wettfahrt. Dabei dreht neben den Booten auch der Wind so seine Runden vor Schilksee. Das Queren der Startlinie auf Vorfahrtbug gestaltet sich schon mal schwierig, und aus einem Up+Down werden zwei Anlieger. Aber die Bedingungen sind letztlich für alle gleich und gehören eben auch zum Spiel. Am Nachmittag stabilisiert sich der Wind und ermöglicht so insgesamt 5 Wettfahrten. Das Ziel wird jeweils nach Runden der letzten Leetonne an BB auf einem Halbwindkurs überquert. Das sorgt für recht unspannende Zieleinläufe und führt, gepaart mit einer unglücklichen Startreihenfolge der Klassen, zu teilweise wilden Begegnungen mit den schnelleren und spitzer segelnden Melges 24 an der letzten Tonne. Nach Rücksprache mit der Wettfahrtleitung bleibt die Hoffnung eines einmaligen Experimentes.

Zum Abschlusstag präsentiert sich die Strander Bucht einmal mehr mit traumhaften Bedingungen und von Lauf zu Lauf zunehmendem Wind und Welle. Nach 3 weiteren Wettfahrten wird die MAIOR 2015 insgesamt zur optimalen weil sehr abwechslungsreichen Saisonvorbereitung für alle Crews. Das Team der Campaign gewinnt dank gutem Speed und der konstantesten Leistung vor der Procedes Diva. Die ebenfalls vorne segelnde Vivace sorgt mit einem OCS in der letzten Wettfahrt dafür, dass ich trotz Orientierungslosigkeit in den ersten Rennen noch zur Ehre komme diesen Bericht schreiben zu dürfen. Keine Ahnung ob die Jungs deshalb zu früh über die Linien fuhren, aber sicher haben sie schon über ihre Entscheidung nachgedacht, das Rennen 5 frühzeitig nach einem verpatzten Start aufzugeben, gelle?!

Viele Grüsse
Martin Menzner
GER 614 PIKE

 

 

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